Leistungen an einen Dritten gehören zur grunderwerbsteuerrechtlichen Gegenleistung (Bemessungsgrundlage) nach § 9 Abs. 1 Nr. 1 des Grunderwerbsteuergesetzes, wenn sie gewährt werden, um das Grundstück in dem vereinbarten Zustand zu erwerben. Es ist nicht entscheidend, ob ein Vertrag zugunsten Dritter …
Tag: 11. Juni 2025
Bekanntgabe eines Steuerbescheids nach Formwechsel
Wird eine KG formwechselnd in eine GmbH umgewandelt, ist ein nach dem Formwechsel noch an die KG adressierter Grunderwerbsteuerbescheid wirksam. Bei einem Formwechsel ändert sich nur die Rechtsform, während die rechtliche und wirtschaftliche Identität der Gesellschaft unverändert bleibt. Bei einer …
Leistungen Dritter – und die Bemessungsgrundlage der Grundsteuer
Zur Bemessungsgrundlage der Grunderwerbsteuer gehören bei der Veräußerung eines Grundstücks an eine Gesellschaft nach § 9 Abs. 2 Nr. 4 des Grunderwerbsteuergesetzes auch Leistungen eines Dritten an den Grundstücksveräußerer für den Erwerb von Anteilen an der künftig grundbesitzenden Gesellschaft, wenn …
Die unterlassene Anzeige bei der Grunderwerbsteuer – und die Festsetzungsverjährung
Die grunderwerbsteuerrechtlichen Anzeigepflichten der Beteiligten und Notare sind objektiver Natur. Die Prüfung der leichtfertigen Steuerverkürzung folgt auch im Rahmen der Festsetzungsverjährung materiell-rechtlich dem Ordnungswidrigkeitenrecht. Es gilt ein subjektiver Leichtfertigkeitsmaßstab.
Nach § 169 Abs. 1 Satz 1 AO ist eine Steuerfestsetzung …
Einspruch gegen einen an eine vollbeendete Personengesellschaft gerichteten Steuerbescheid
Die von § 365 Abs. 3 der Abgabenordnung vorausgesetzte Identität der Beteiligten liegt vor, wenn ein Verwaltungsakt, der an eine nicht mehr existente Personengesellschaft gerichtet und deshalb unwirksam ist, im Einspruchsverfahren dem Gesamtrechtsnachfolger als Steuerschuldner erneut bekanntgegeben wird. Bei der …
Unabhängigkeit der Berichtigung von Umsatzsteuer und Vorsteuerabzug
Die Berichtigung des Vorsteuerabzugs beim Leistungsempfänger kann auch dann erfolgen, wenn die Umsatzsteuer beim leistenden Unternehmer nicht berichtigt worden ist.
Die Berichtigungspflichten beim Leistenden und beim Leistungsempfänger bestehen unabhängig voneinander.
Auf den Umstand, wann bei anderer Beurteilung die Umsatzsteuer bei …
Der nicht vernommene Zeuge – und die Anforderungen an die Rüge
Welche Darlegungsanforderungen sind an die Rüge, das Finanzgericht habe zu Unrecht einen Zeugen nicht vernommen, zu stellen? Hierzu hat aktuell der Bundesfinanzhof Stellung genommen:
Wird als Verfahrensmangel gerügt, das Finanzgericht habe einen Beweisantrag übergangen, so ist darzulegen,
- welche Tatfrage aufklärungsbedürftig
Keine Zurückweisung verspäteten Vorbringens beim Finanzgericht
§ 296 der Zivilprozessordnung (Zurückweisung verspäteten Vorbringens) findet im finanzgerichtlichen Verfahren keine Anwendung.
Mit dem Vortrag, das Finanzgericht habe den Vortrag der Klägerin zu § 296 ZPO übergangen, legt die Klägerin keine Verletzung rechtlichen Gehörs dar. Die Klägerin beachtet insoweit …
Premiummineralwasser in Bio Qualität
Von einem als „Premiummineralwasser in Bio Qualität“ wird nicht nur erwartet, dass es deutlich reiner ist als herkömmliches Mineralwasser, sondern…






